Jul 11

To töpfer, die Vierte.

Tag: to töpfer or not to töpferBlasebalg @ 00:01

Ich nehme an, Sie haben schon wunde Augen vom Angucken meiner getöpferten Gruseligkeiten (Nein, das ist KEIN fishing for compliments, ich finde die Sachen im Durchschnitt wirklich gruselig!). Trotzdem, da müssen wir jetzt durch. Ich höre nicht auf damit, bis ich Ihnen die Gesamtheit meiner getöpferten Schmach vor Augen geführt habe.

Heute ist er hier dran (tadaaaa):

Herr Schildkröt mit dem Geheimfach

11 Kommentare zu “To töpfer, die Vierte.”

  1. Jinx says:

    Keine Panik, Madame, Sie sind nicht allein: Ich habe mal gebatikt. :D
    Viele Grüße
    Jinx

  2. Ev says:

    Och, ich finde den niedlich! Echt!

  3. Heike says:

    Liebe Frau Blasebalg, ich finde sie sind nicht wirklich selbstbewußt..das Tierchen ist wirlich genial..ist er wetterfest?? Dann würde ich vielleicht tauchen wollen mit Ihnen…der Herr Schildkröt würde perfekt in meinen Garten passen!! Er hätte libevolle Gesellschaft von getöpferten Schlangen, Fröschen, Schnecken und ein kleinen n*a*c*k*t*e*n Putte…ich liebe sowas im Garten ehrlich…herzliche Grüße Heike

  4. meermaid says:

    Öhm, wenn der Herr Schildkröt nicht wetterfest ist, biete ich ihm gern
    ein Zuhause auf meiner Fensterbank (die ist groß genug und hat noch viel Platz)
    Dort kann er neben einem Schaf und hölzernen Wichteln seine Tage verbringen.
    Er würde nie allein sein – versprochen. Ich liebe Schildis und Herr Schildkröt
    sieht aus wie eine **meine Meinung**
    LG Mona

  5. Blasebalg says:

    Über Frau Heikes Kommentar wegen des Selbstbewusstseins habe ich jetzt sehr lange nachgedacht. Eigentlich wollte ich in dieser Rubrik keine Kommentare beantworten, jetzt tu ich es aber doch, und beweise damit wieder die Unnützigkeit des Wortes eigentlich.

    Als ich den Töpferkurs angefangen habe, hatte ich keinerlei Erwartungen. Ich hatte keine Ahnung, ob ich aus dem Ton irgendetwas hinbekomme, was auch nur halbwegs anguckbar ist. Ich hatte vor, einfach anzufangen und einen Topf zu töpfern. So einen schönen dummen Übertopf, der dann auf der Fensterbank ein Blümsken beherbergt. Auf die Idee, Figuren zu formen, bin ich erst im Kurs verfallen, zum einen, weil die Kursleiterin einiges an Inspirationslektüre dabei hatte, zum anderen aus Gründen, die ich hier nicht erläutern mag. Aus letztgenannten Gründen kann ich übrigens auch Herrn Schildkröt auf keinen Fall zur Adoption weggeben; er gehört zusammen mit der Eule und einer weiteren Figur zu einer Serie, die mir auf einer anderen Ebene sehr viel bedeutet.
    Back to topic. Den ersten Eselskopfversuch hatte ich wieder eingestampft, aber der zweite geriet – für meine Begriffe – fantastisch eselig. Ich war stolz auf mich. Dafür, dass ich sowas vorher nicht gemacht hatte, fand ich den richtig gut. Und auch einige der anderen Sachen fand ich nach dem Formen und dem Brennen richtig klasse. Habe mich gefreut wie Bolle, dass ich da etwas gefunden hatte, was ich auf Anhieb mit durchaus vorzeigbaren Ergebnissen machen konnte.
    Dann kam das Glasieren. Und meine Unerfahrenheit mit dem Glasieren. Und als ich die fertigen Figuren dann abholte, war ich tief enttäuscht und traurig. Es ist praktisch nichts so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mir war schon bewusst gewesen, dass das Glasieren von Töpfereien so die eine oder andere Überraschung bergen kann, aber doch nicht SO SCHEUSSLICH! Echt, ich war zutiefst frustriert, dass ich mir meine schönen Figuren so verhunzt hatte. Und dieser Meinung bin ich nach wie vor.
    Jetzt zum Thema Selbstbewusstsein: Es ist für mich eine formidable Übung in Selbstbewusstsein, die – in meinen Augen – verhunzten Sachen hier auszustellen, und eben NICHT der Meinung anderer zuzustimmen, die sie vielleicht gut finden. Das ist ein tief sitzender Impuls zu sagen “stimmt, eigentlich ist es gar nicht so schlimm” – aber dagegen wehre ich mich mit aller Kraft, weil ich damit den Wert meiner Arbeit wieder mal am Urteil anderer messen würde. Und genau das will ich mir abgewöhnen.
    Dass meine eigenen Wertmaßstäbe gelegentlich oft genug übertrieben hoch sind, weiß ich wohl auch, aber das ist eine andere Baustelle.

    Darum: Es freut mich, wenn Sie sich an meinen Töpfereien freuen. Kommentieren Sie gern weiter. Nichtsdestotrotz finde ich sie nicht gut. Nicht so gut, wie sie hätten sein können, wäre ich nicht so unerfahren im Glasieren und die Beratung bei der Farbwahl nicht so … hm… fragwürdig gewesen.

    Ach ja, ich lerne dabei noch was: Manches muss man halt üben, damit man es gut kann. Das sollte ich mir mal sticken und übers Bett hängen…

  6. Jule says:

    Ganz ehrlich? Meine Meinung? Ich finde, die Schildkröte sieht angemessen schildkrötig aus. Im wahren Leben können die Tiere nun auch keinen Schönheitswettbewerb gewinnen. Faltiger Hals, knotige Haut (wo sie zu sehen ist), komische Augen, ungleichmäßig buckliger Panzer und ein Charakter der leicht heimtückisch ist (elende Fingerbeißer *grins*). Daher ist die Schildkröte vielleicht kein optischer Brüller, aber trotzdem eine ordentliche Schildkröte.

    LG Jule

  7. Tina (Tichiro) says:

    Und wo genau befindet sich das Geheimfach und vor allem – was ist drin???

    Neugierige Grüße
    Tina *die Herrn Schildkröt auch recht attraktiv findet*

  8. Heike says:

    Liebe Frau Blasebalg, erstens: ich will und wollte sie niemals beleidigen…zweitens: vielen Dank für die ausführliche Antwort und drittens: Selbstbewustsein mal aus einer anderen Sicht..danke für´s drauf schubsen..
    viertens: ich finde meine genähten Sachen auch oft nicht so toll..aber das liegt daran, das ich immer alles super toll haben will, und eigentlich ist das gar nicht nötig, den Handarbeit ist Hand Arbeit und die darf jeder sehen…das lerne ich so langsam und bin stolz darauf manche meiner Näharbeiten nicht mehr dutzendmal aufzutrennen! Und auch wenn hier keine Komplimente erwartet wurden..ich mag die Schildkröte, und wenn sie einen tollen Platz bekommt : prima! gruß HEike

  9. Blasebalg says:

    Liebe Frau Heike, als Beleidigung habe ich das auch niemalsnicht verstanden – hoffentlich kam das nicht falsch rüber. Die Bemerkung von Ihnen hat mich einfach nur nachdenklich gemacht, das ist alles. Und das ist sogar gut. Ich denke gerne nach! Dicke Umärmelung!

  10. Blasebalg says:

    Frau Tina: man kann den Panzer abnehmen, das ist das “Geheimfach”. Eigentlich war es ein Unfall, weil zwischen dem Formen des Panzers und des Restes eine Woche Zeit lag und der Panzer dann schon getrocknet war, da habe ich dann den Rest halt separat gemacht. Also so richtig geheim ist das Fach wohl nicht… und drin ist bislang nichts.

  11. Heike says:

    Liebe Frau Blasebalg, oh das ist gut ! Danke!! Richtig falsch rüber kams nicht…allerdings hatte ich doch kurzfristig ein wenig Bedenken!! …und jetzt ein schönes Wochenende..ich gehe jetzt ein bischen feiern!! Und wir arbeiten einfach kräftig weiter am Selbstbwußtsein und an anderen Dingen :-)
    liebe Grüße Heike