Jan 19
Cornwall & Devon #2
In Exmouth blieben wir nur eine Nacht, aber unsere Gastgeber versorgten uns mit einem formidablen Frühstück und Lunchpaketen, so dass wir gestärkt und gut ausgeruht weiterreisen konnten. Mit dem Zug ging es zurück nach Exeter, wo wir in einen Zug nach Penzance umsteigen wollten. Das taten wir auch, aber erst, nachdem wir dort im Bahnhofscafé unsere Freundin S. trafen. Das ist insofern erwähnenswert, als dieses Treffen nicht geplant war und wir eigentlich vorgehabt hatten, S. später am Tag anzurufen und unser Kommen für zwei Tage später anzukündigen. Man muss vielleicht dazu sagen, dass die ganze Reise recht ungeplant und spontan verlief; wir wussten nur grob, dass wir auf jeden Fall bei S. und ihrem Mann T. reinschauen wollten. Aber ob und wie lange wir dort bleiben könnten, war noch völlig offen. Nun ja, als wir uns im Bahnhof über den Weg liefen, gab es erstmal ein großes Hallo, und dann die Ankündigung, dass wir die letzten vier Tage unserer Reise natürlich bei den beiden bleiben könnten. Wir wurden auch direkt für mehrere Freizeitaktivitäten eingeplant, die an dem Wochenende sowieso stattfanden, passte also alles wunderbar.
In Penzance stiegen wir im Camilla House ab. Herr Spektakel und Tante H. hatten dort vor Jahren schon einmal gewohnt und so von den netten Inhabern geschwärmt… naja, die Inhaber sind heute andere und der gesamte Stil des Hauses hat sich dramatisch verändert, aber ganz nett wars trotzdem. Vielleicht nicht so urig wie geplant, eher etwas auf edeldramatisch getrimmt (schwarze (!) Kronleuchter), aber mit guter Beratung was die örtlichen Futtermöglichkeiten angeht. Sehr lecker: The Turks Head, das älteste Pub am Platze mit a lot of history. Angeblich heißt es so, weil während der Kreuzzüge die Türken von Jerusalem aus die Gegend erobert haben sollen, woraufhin sie exkommuniziert wurden. Kommt mir spanisch vor, diese Story. Gingen die Kreuzzüge nicht in die andere Richtung? Und was juckte die Türken die Exkommunikation? Ganz verstanden habe ich das alles nicht, aber gemütlich ist die Kneipe allemal.
Ausflüge von Penzance aus: St. Ives (gute Anbindung mit dem Zug), Land’s End (die Landschaft wirkt genauso ungestüm, eindrucksvoll und furchteinflößend wie die Fahrt im Doppeldecker durch die engen Gässchen der Dörfer), sowie Spaziergänge durch Penzance selbst.
Übrigens gibt es dort den Laden Knit Wits, der über die größten Stricknadeln der Welt verfügt (mit denen sogar mal gestrickt wurde). Hab ich selbst gesehen, also die Nadeln, die hängen da an der Wand. Jawollja!
Und zum Abschluss noch ein paar Impressionen.









Januar 19th, 2009 at 22:55
Hallo Frau Blasebalg..ich suche die Frau Bollerbaum mit Ihrem Montagssatz..haben Sie in letzter Zeit mal was von ihr gelesen??? DANKE gruß Heike
Januar 20th, 2009 at 17:06
Nee, jetzt wo Sie es sagen… schon lange nicht mehr.
Januar 21st, 2009 at 08:28
danke!