Nov 20 2008

Nachtrag zur Jahresbilanz

Tag: NAWBlasebalg @ 10:40

Ich sehe gerade, dass ich prompt geschwindelt habe.
Als ich den Beitrag anfing, war das mit den 9 Tagen richtig.
Als ich ihn veröffentlichte, hätte es 8 lauten müssen, weil Mitternacht schon rum war.
Hach ja.

Oder anders: Es war am 28. November 07, als dieses erste Erlebnis stattfand. Am 28. November 08 werde ich 35 und fühle mich wie Halbzeit.


Nov 20 2008

Jahresbilanz

Tag: NAWBlasebalg @ 00:01

Noch neun Tage, dann ist das erste Jahr rum.
Ein Jahr erst! Mir kommt es vor, als seien es Hundert. Ein Jahr, in dem ich “an mir arbeite”. In dem ich die unterschiedlichsten Zugänge zu mir selbst, meinen Motiven, Verhaltensmustern und Gefühlen ausprobiere, und mich konkret mit der Frage nach dem Sinn auseinandersetze.
Es ist so wahnsinnig viel passiert, dass ich gar nicht mehr alles auf die Reihe bekomme – aber nachdem ich damals angefangen hatte, wurde es immer leichter. Zuvor war ich einfach nur dumpf unzufrieden bis akut unglücklich, je nach Tagesform, und oft ging es mir auch saugut. Aber im Rückblick gesehen war ich doch sehr unbewusst.

In genau neun Tagen vor einem Jahr hatte ich dann mein erstes … hm … nennen wir es mal Erlebnis.
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Nov 17 2008

Nur kurz am Rande

Tag: Befindlichkeiten,NAWBlasebalg @ 12:49

Sie wissen gar nicht, wie groß und wundervoll und strahlend Sie sind! Echt!


Okt 21 2008

Luft machen

Tag: Befindlichkeiten,NAWBlasebalg @ 12:00

Wissen Sie was, manchmal ist es gut, sich einfach Luft zu machen.
Wenn ich heute lese, was ich gestern geschrieben habe, kann ich kaum noch nachvollziehen, was ich gefühlt habe, weil die Luft so komplett raus ist. Das ist positiv gemeint, die Luft aus dem Frustballon ist draußen, nicht allgemein. Irgendwie muss ich lernen, ihn nicht mehr zuzuknoten, so dass diese Luft kontinuierlich raus kann. Heiße Luft. Hihi. Dafür ist das Blog ja da, nicht wahr, es heißt ja schon so.

Klingt konfus? Kann sein, ich habe Hunger. Wie auch immer, ich habe gestern abend wieder mal sehr viel erlebt, wie immer, wenn ich mich mit dieser speziellen Gruppe treffe, und bin wieder ein Stück weit zurück auf dem Boden. Nein, das stimmt nicht. Boden stimmt nicht. Eigentlich habe ich den Kopf wieder ein Stück weit mehr in den Sternen.

Ich sehe schon, das wird nix. Ich kann Ihnen nicht beschreiben, was gerade los ist, aber ich wollte nichtsdestoweniger kurz hier hinterlassen, dass heute alles gut ist.


Aug 18 2008

Gewinnversandbestätigung und Ich.

Tag: Aktion der Woche,Meta,NAWBlasebalg @ 17:24

Liebe Gewinnerinnen,
seit heute sind die Päckchen unterwegs.

Offizielles Statement: Ich hoffe, Sie konnten die lange Zeit der Vorfreude ausgiebig genießen.
Inoffiziell: Ich hatte mich selbst so sehr um die Ohren, dass ich mich einfach davor gedrückt habe, die Päckchen fertig zu machen.

Insofern ist das auch in gewisser Weise mein Beitrag zur Wochenaktion. Frau Blasebalg ist nämlich eine, die sich vor allem drückt, was ihr nicht gerade ganz penetrant auf den Zehen steht und Beachtung will. Wobei ich vielleicht fairerweise dazusagen muss, dass dieser Aspekt einer von geschätzten dreihunderachtundzwanzig Zilliarden Aspekten ist, aus denen sich das Gebilde namens Frau Blasebalg zusammensetzt. Und die wiederum ist ein Bestandteil von rund einem Dutzend, die dieses Ich ausmachen, das ich aber andererseits gar nicht definieren kann. Ich finde es ja interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Definitionsansätze bei Ihnen ausgefallen sind. Und doch ist den meisten gemeinsam, dass sie betonen, nicht vollständig zu sein. Wer könnte sich auch schon vollständig beschreiben. Ich vermute, jemand der auf seinem Weg so weit ist, dass er das könnte, würde über den Wunsch lachen, es tun zu wollen.

Ich bin ich. Das haben auch einige von Ihnen geschrieben. Vielleicht der eleganteste Weg, die unbeschreibliche Vielheit des Ichs zu umschreiben, ohne etwas auszulassen. Wobei ich persönlich gern noch einen Schritt weitergehen möchte. Ich bin ich. Ich bin du. Ich bin wir. Ich bin. Bin ich? Was ist Sein? Da-sein oder Hier-sein? Wo bin ich? Gibt es ein Wo? Bin ich nur ein Gedanke im Traum des Ganzen, oder bin ich das Ganze, oder beides?

Ich habe eine gewisse Vorstellung vom Ursprung. Von dem Ort, wo ich herkomme, wo ich eins war mit allem und alles ich war. Vermutlich ist diese Vorstellung vollkommen unzulänglich im Vergleich zur Wahrheit, aber solange ich in diesem Leben stecke, unterliege ich gewissen Einschränkungen, was die Wahrnehmung und Vorstellungskraft angeht. Trotzdem ist sie tröstlich, weil sie mir die Gewissheit gibt, dass alles hier seinen Sinn hat, und dass es doch nicht alles ist.

Am Samstag war hier in Siegen die Nacht der tausend Lichter. Man kann es mögen oder nicht, sich mit Tausenden anderen Menschen im Schein von Fackeln und Knicklichtern zu tummeln, und es hat mich nun wirklich nicht alles vom Hocker gerissen, aber eines war doch sehr schön. Im Park gab es eine… hm… ich benutze mal die Worte des Veranstalters: eine poetische Parkbespielung. Bunt beleuchtete Bäume, Teelichter zu Tausenden in Butterbrotbeuteln die Wege entlang, Laternen, Schattenspiel, seltsame Gestalten und ein etwas durchgeknallter Märchenerzähler.

Aus den Butterbrotteelichtbeuteln hatten sie auf einer großen Wiese ein Labyrinth gelegt. Ein Labyrinth, keinen Irrgarten, den Unterschied kennen viele nicht. (Kurz: ein Irrgarten hat Sackgassen, ein Labyrinth nicht.) Man betrat es durch einen Torbogen und wanderte dann im Kreis. Mal hierhin, mal dorthin, rechts und links strömten die anderen Menschen auf ihren eigenen Wegen, manche vor mir, manche hinter mir, manche langsam, manche schnell, die meisten alleine, wenige gemeinsam, man begegnete sich und doch auch wieder nicht, weil man sich auf unterschiedlichen Abschnitten des Weges befand, mal kam man näher zur Mitte, mal bewegte man sich wieder nach außen, mal machte es den Eindruck, als sei das Ziel ganz nah, mal bewegte man sich wieder weg davon; ein stummer Nachtwächter mit Laterne und Frack tauchte mal hier und mal dort auf, wies den Weg und war grundlos freundlich; der Weg war lang, wirklich lang, und ganz am Ende stand man tatsächlich in der Mitte und war angekommen. Dort stand eine Säule, darauf eine Schale, mit Kerzen beleuchtet, und wer in die Schale sah, der sah sich selbst.
Da war der Weg zu Ende, und es brauchte nur noch wenige Schritte, um das Labyrinth wieder zu verlassen, das doch eigentlich gar nicht so verwickelt und kompliziert war, wie man vorher vielleicht gedacht hatte, denn eigentlich ging man einfach immer nur den Weg entlang*.

Wie viele von denen, die an diesem Abend dort entlang gingen, haben das Bild wohl verstanden? Ich tippe mal auf alle die, die still wurden und mit einem leisen Lächeln aus dem Ausgang kamen.

Oh, jetzt hab ich aber einen weiten Bogen geschlagen. Was man daraus vielleicht noch mitnehmen kann: das Ich, dessen Teil Frau Blasebalg ist, kennt sich selbst noch nicht, denn es hat gerade erst die allerersten Windungen des Weges hinter sich.

*Ich kenne den Naturgeist einer Quelle. Sie lacht mich jedes Mal aus, wenn wir uns sehen, denn eigentlich ist alles ganz einfach. Wir Menschlein machen es uns nur so schrecklich schwer.
Gehen Sie doch mal raus auf die Straße, und dem erstbesten Fremden, den Sie sehen, dem sagen Sie ein freundliches Wort.

Sehen Sie?
Wir machen es uns schrecklich schwer.


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