Aug 18 2008

Gewinnversandbestätigung und Ich.

Tag: Aktion der Woche,Meta,NAWBlasebalg @ 17:24

Liebe Gewinnerinnen,
seit heute sind die Päckchen unterwegs.

Offizielles Statement: Ich hoffe, Sie konnten die lange Zeit der Vorfreude ausgiebig genießen.
Inoffiziell: Ich hatte mich selbst so sehr um die Ohren, dass ich mich einfach davor gedrückt habe, die Päckchen fertig zu machen.

Insofern ist das auch in gewisser Weise mein Beitrag zur Wochenaktion. Frau Blasebalg ist nämlich eine, die sich vor allem drückt, was ihr nicht gerade ganz penetrant auf den Zehen steht und Beachtung will. Wobei ich vielleicht fairerweise dazusagen muss, dass dieser Aspekt einer von geschätzten dreihunderachtundzwanzig Zilliarden Aspekten ist, aus denen sich das Gebilde namens Frau Blasebalg zusammensetzt. Und die wiederum ist ein Bestandteil von rund einem Dutzend, die dieses Ich ausmachen, das ich aber andererseits gar nicht definieren kann. Ich finde es ja interessant, wie unterschiedlich die verschiedenen Definitionsansätze bei Ihnen ausgefallen sind. Und doch ist den meisten gemeinsam, dass sie betonen, nicht vollständig zu sein. Wer könnte sich auch schon vollständig beschreiben. Ich vermute, jemand der auf seinem Weg so weit ist, dass er das könnte, würde über den Wunsch lachen, es tun zu wollen.

Ich bin ich. Das haben auch einige von Ihnen geschrieben. Vielleicht der eleganteste Weg, die unbeschreibliche Vielheit des Ichs zu umschreiben, ohne etwas auszulassen. Wobei ich persönlich gern noch einen Schritt weitergehen möchte. Ich bin ich. Ich bin du. Ich bin wir. Ich bin. Bin ich? Was ist Sein? Da-sein oder Hier-sein? Wo bin ich? Gibt es ein Wo? Bin ich nur ein Gedanke im Traum des Ganzen, oder bin ich das Ganze, oder beides?

Ich habe eine gewisse Vorstellung vom Ursprung. Von dem Ort, wo ich herkomme, wo ich eins war mit allem und alles ich war. Vermutlich ist diese Vorstellung vollkommen unzulänglich im Vergleich zur Wahrheit, aber solange ich in diesem Leben stecke, unterliege ich gewissen Einschränkungen, was die Wahrnehmung und Vorstellungskraft angeht. Trotzdem ist sie tröstlich, weil sie mir die Gewissheit gibt, dass alles hier seinen Sinn hat, und dass es doch nicht alles ist.

Am Samstag war hier in Siegen die Nacht der tausend Lichter. Man kann es mögen oder nicht, sich mit Tausenden anderen Menschen im Schein von Fackeln und Knicklichtern zu tummeln, und es hat mich nun wirklich nicht alles vom Hocker gerissen, aber eines war doch sehr schön. Im Park gab es eine… hm… ich benutze mal die Worte des Veranstalters: eine poetische Parkbespielung. Bunt beleuchtete Bäume, Teelichter zu Tausenden in Butterbrotbeuteln die Wege entlang, Laternen, Schattenspiel, seltsame Gestalten und ein etwas durchgeknallter Märchenerzähler.

Aus den Butterbrotteelichtbeuteln hatten sie auf einer großen Wiese ein Labyrinth gelegt. Ein Labyrinth, keinen Irrgarten, den Unterschied kennen viele nicht. (Kurz: ein Irrgarten hat Sackgassen, ein Labyrinth nicht.) Man betrat es durch einen Torbogen und wanderte dann im Kreis. Mal hierhin, mal dorthin, rechts und links strömten die anderen Menschen auf ihren eigenen Wegen, manche vor mir, manche hinter mir, manche langsam, manche schnell, die meisten alleine, wenige gemeinsam, man begegnete sich und doch auch wieder nicht, weil man sich auf unterschiedlichen Abschnitten des Weges befand, mal kam man näher zur Mitte, mal bewegte man sich wieder nach außen, mal machte es den Eindruck, als sei das Ziel ganz nah, mal bewegte man sich wieder weg davon; ein stummer Nachtwächter mit Laterne und Frack tauchte mal hier und mal dort auf, wies den Weg und war grundlos freundlich; der Weg war lang, wirklich lang, und ganz am Ende stand man tatsächlich in der Mitte und war angekommen. Dort stand eine Säule, darauf eine Schale, mit Kerzen beleuchtet, und wer in die Schale sah, der sah sich selbst.
Da war der Weg zu Ende, und es brauchte nur noch wenige Schritte, um das Labyrinth wieder zu verlassen, das doch eigentlich gar nicht so verwickelt und kompliziert war, wie man vorher vielleicht gedacht hatte, denn eigentlich ging man einfach immer nur den Weg entlang*.

Wie viele von denen, die an diesem Abend dort entlang gingen, haben das Bild wohl verstanden? Ich tippe mal auf alle die, die still wurden und mit einem leisen Lächeln aus dem Ausgang kamen.

Oh, jetzt hab ich aber einen weiten Bogen geschlagen. Was man daraus vielleicht noch mitnehmen kann: das Ich, dessen Teil Frau Blasebalg ist, kennt sich selbst noch nicht, denn es hat gerade erst die allerersten Windungen des Weges hinter sich.

*Ich kenne den Naturgeist einer Quelle. Sie lacht mich jedes Mal aus, wenn wir uns sehen, denn eigentlich ist alles ganz einfach. Wir Menschlein machen es uns nur so schrecklich schwer.
Gehen Sie doch mal raus auf die Straße, und dem erstbesten Fremden, den Sie sehen, dem sagen Sie ein freundliches Wort.

Sehen Sie?
Wir machen es uns schrecklich schwer.


Aug 08 2008

Gewinnversandstatusmeldung

Tag: MetaBlasebalg @ 15:28

Liebe Gewinnerinnen,

offiziell lautet das Statement: Da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, dauert es noch ein paar Tage, bis Sie Ihren Gewinn erhalten, damit Sie die Vorfreude ausgiebig auskosten können.

Inoffiziell habe ich mich in zeitliche Kalamitäten gebracht, muss in 5 Minuten aus dem Haus und bin das ganze Wochenende weg – darum Versand erst Anfang kommender Woche. Dann aber ganz bestimmt, versprochen.

Haben Sie ein schönes Wochenende!
(und wenn ich wiederkomme, aktualisiere ich auch die Gib-8-Beitragsliste, ich schaff das jetzt nicht mehr)


Aug 05 2008

And the winners are …

Tag: MetaBlasebalg @ 14:28

Sie sind wahrscheinlich schon gespannt wie die Flitzebögen, wer von Ihnen eine der vier Bloggeburtstagsüberraschungen gewinnt.
Soeben habe ich die Ziehung durchgeführt. Zwar hatte ich gerade keinen Notar zur Hand, aber ich habe das ganze mit Screenshots dokumentiert. (Ich weiß, die könnte ich auch befuddeln wenn ich wollte, aber bitte glauben Sie mir einfach, dass die Auslosung korrekt vorgenommen wurde.)

Wir hatten 26 Kommentare (Nr. 26 kam zwar geringfügig nach der Teilnahmefrist, aber noch ausreichend früh vor der Auslosung, also wollte ich mal nicht so sein).

Damit habe ich den Nummerngenerator unter Random.org gefüttert:


Dann, einen Knopfdruck später, die Gewinnerinnen.

Ok, gucken wir mal nach, wer das ist:
Paket 1 geht an das Los mit der Nummer 16: Frau SingleMama!
Paket 2 geht an das Los mit der Nummer 19: Frau Andrea!
Paket 3 geht an das Los mit der Nummer 20: Frau Sonja!
Paket 4 geht an das Los mit der Nummer 1: Frau Jinx!

 

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnerinnen!
Ich bitte nun zwecks Preisübersendung um vorherige Adressübersendung an blasebalg ätt datensphaere punkt de, wahlweise per Ravelry-Mail an den Nutzernamen Blasebalg.


Jul 31 2008

Das Blaseblog wird vier.

Tag: MetaBlasebalg @ 20:47

Und zwar genau heute, genau jetzt, am 31. Juli 2008 um 20:47 Uhr.

Zur Feier dieses Anlasses dürfen Sie sich zunächst ein Zitat aus dem allerallerersten Blaseblogeintrag zu Gemüte führen:

Wilhelm wollte Waltraud. Waltraud war wichtig woanders. Wummerte Wolfram. Wolfram war windig. Wilhelm: “Wahnsinn!”
Wilhelm würgte Wolfram. War wieder wer. Wummerte Waltraud.
Waltraud werkte Wollsocken wegen wechselwarmen Wetters.

Weltklasse.

Sie sehen, schon damals war das Blaseblog im tiefsten Grunde seines Herzens ein Strickblog. Fällt mir jetzt erst auf.

Außerdem gibt es ein Geschenk, ein Geschenk von mir für Sie. Nein, um genau zu sein, gibt es vier Geschenke, für jedes Blogjahr eines:

Unter allen, die diesen Beitrag hier innerhalb der kommenden 72 Stunden kommentieren, verlose ich vier Überraschungsgeschenke.

Was es ist, wird nicht verraten, nur so viel: Ich würde mir kräftig in den Allerwertesten beißen, wenn ich an Ihrer Stelle diese Chance vertäte. Also ran an die Tasten. Auch Sie, ja, da vor der Tastatur, die Sie hier noch nie kommentiert und immer nur still mitgelesen haben: outen Sie sich! Diese Chance kommt so bald nicht wieder! Sie müssen auch nicht Happy Birthday Blaseblog singen, ehrlich!


Jul 07 2008

Besser?

Tag: MetaBlasebalg @ 21:04

Also ich find schon. Jetzt fühl ich mich wieder wohl. War schon arg unruhig vorher. Und ging doch schneller als gedacht. Also ab sofort wieder hereinspaziert, die Kabelkanäle sind zugespachtelt, es ist neu tapeziert, und das Parkett liegt auch. Setzen Sie sich und nehmen Sie sich einen Keks.

(Und seien Sie nicht böse, wenn Sie wissen, wie das Zitat weitergeht, ist nicht so gemeint, gell? Hihi.)


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