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	<title>Heiße Luft Viernullkommafünf &#187; Jähzorn</title>
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	<description>Das übersichtlichste Blaseblogviernull aller Zeiten.</description>
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		<title>Schön wär&#8217;s ja.</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 12:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blasebalg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jähzorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich sagen könnte, dass es nicht mehr vorkommt. Ich hatte tatsächlich lange Pause. Aber heute hat es mich aus heiterem Himmel wieder erwischt, und das könnte man sogar wörtlich nehmen, wenn man sich mal das Wetter heute anguckt. Und so ein bisschen habe ich heute auch verstanden, woher es kommt.

Ich habe nie gelernt, eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich sagen könnte, dass es nicht mehr vorkommt. Ich hatte tatsächlich lange Pause. Aber heute hat es mich aus heiterem Himmel wieder erwischt, und das könnte man sogar wörtlich nehmen, wenn man sich mal das Wetter heute anguckt. Und so ein bisschen habe ich heute auch verstanden, woher es kommt.<br />
<span id="more-573"></span><br />
Ich habe nie gelernt, eine Verantwortung oder eine Last abzulehnen. Zu sagen &#8220;nein, das kann ich nicht, das ist mir zu schwer&#8221;. So blöd das ist, diesen Satz kann ich nicht aussprechen. </p>
<p>Die Verantwortung zu übernehmen, dem Gegenüber eine Last abzunehmen, das kann ich gut, das habe ich schon früh gelernt. Das kann ich so gut, dass ich es heute ganz automatisch mache, ohne dass &#8211; außer in meinem Kopf &#8211; dazu eine Notwendigkeit besteht, ohne dass der andere darum bittet. &#8220;Ist ok, ich mach das schon&#8221;. Ich habe dann auch sofort ein Bild im Kopf, wie das optimale Ergebnis aussieht. Ob das der perfekte Garten ist, oder die saubere und aufgeräumte Wohnung, ob das ein gewisses Haushaltsnettoeinkommen ist oder früher im Job ein bestimmtes Arbeitsergebnis &#8211; egal. Das zieht sich durch alle Bereiche. Ich greife mir die Aufgabe, weiß wie das optimale Ergebnis aussieht (auch wenn danach keiner gefragt hat), und bevor es nicht fertig und perfekt ist, lasse ich niemanden mehr an mich ran. Nur dass das nicht immer klappt. Eigentlich klappt es in den wenigsten Fällen. Aber ich habe nie gelernt, die Zielsetzung wieder etwas herabzusetzen, wenn ich sie ungebeten viel zu hoch angesetzt habe; ich habe nie gelernt, um Hilfe zu bitten, wenn ich es alleine nicht schaffe; ich habe es nie gelernt, Unterstützung einzufordern, selbst da, wo sie mir objektiv zusteht. </p>
<p>Denn da würde ich ja jemand anderem auf die Nerven fallen. Nee, das geht gar nicht. Ich kann doch nicht andere belästigen, nur weil ich es allein nicht schaffe. Ich kann doch nicht anderen vorwerfen, mich allein zu lassen, wenn es doch meine Aufgabe ist, es allein zu machen. Es hat schließlich jeder genug mit sich selbst zu tun, ohne dass ich auch noch mit meinem Gejammere ankomme. Nene, das geht gar nicht.</p>
<p>Das läuft nicht bewusst ab. Meistens jedenfalls. Manchmal schon, dann sitze ich da und weiß ganz genau: Du müsstest jetzt aufstehen, hingehen und dassunddas sagen. Ich weiß den Satz, den ich sagen müsste. Ich sage ihn mir selbst vor. Ich könnte es einfach machen. Einfach hingehen und um Hilfe bitte. Wäre gar nicht schlimm. Ich weiß sogar, dass ich mich danach besser fühlen würde.</p>
<p>Aber ich gehe nicht. Ich kann nicht. Ich sitze da, und warte, bis der Moment vorbei ist. Irgendwie geht&#8217;s ja immer weiter. Einfach aussitzen, am besten betäuben, ich könnte ein Buch lesen oder eine Socke stricken, bis es vorbei ist. Dann hätte ich ja auch was sinnvolles getan, also mal ehrlich, eine Socke stricken ist doch supersinnvoll, danach kann ich mich prima fühlen, weil ich was supersinnvolles getan habe, und der Tag ist gerettet. </p>
<p>Aber hingegangen und um Hilfe gebeten habe ich nicht. </p>
<p>Egal. Ich hab den Tag doch supersinnvoll verbracht, oder nicht?<br />
Klar.<br />
Wer braucht schon Hilfe. </p>
<p>Und dieser kleine Knoten, der da übrig bleibt, der kommt in den großen Auffangbehälter für übriggebliebene Knoten, zu all den anderen, die da schon liegen. Und gärt. Der Druck wird größer, ganz allmählich, bis es plötzlich passiert, er platzt, und ich möchte all die angesammelten kleinen Knoten einfach nur noch auskotzen. Wer mir dann über den Weg läuft, der hat verloren, denn der kriegt dann alles um die Ohren. Oh, kann ich dann schön schimpfen. Alles, was mich jemals gestört hat, kriegt derjenige dann um die Ohren gehauen, aber hallo, frag nicht nach Sonnenschein! Nie kann ich so schön Vorwürfe machen wie wenn der Behälter platzt mit all den vergorenen übriggebliebenen kleinen Knoten. Ich wüte. Schlage alles kurz und klein. Da fliegen Vasen in die Fenster, ich trete den Fernseher kaputt, und die Tassen werden an die Wand geschleudert. Da bleibt kein Spiegel heil, und je lauter es kracht, desto besser. </p>
<p>Nein, natürlich nicht. </p>
<p>Mir ist nur danach. Mir ist danach, jemanden laut anzuschreien. Mir ist danach, den Fernseher einzutreten, Vasen ins Fenster und Tassen an die Wand zu knallen. Aber ich mache es nicht. Wenn&#8217;s hochkommt, knallt eine Tür. Vielleicht werfe ich sogar irgendwas, aber wenn, dann ist es was, das keinen bleibenden Schaden anrichtet. Ein Putzlappen vielleicht. Das einzige, was wirklich laut klatscht, sind die Ohrfeigen, die ich mir selbst verpasse. Und es fehlt tatsächlich nicht viel, dass ich mir den Kopf am Spiegel einrenne. </p>
<p>Irgendwann ist der Druck weg. Ich pfeife noch ein bisschen beim Atmen, aber das geht auch vorbei. Dann schäme ich mich ein bisschen, entschuldige mich, und alles ist wieder gut. Nichts geklärt, aber das macht nichts, der Behälter ist ja jetzt wieder leer, nur unten drin ist der Bodensatz der Hilflosigkeit und der darf drin bleiben, als Ansatz für den nächsten Anfall, irgendwann in ein paar Wochen oder Monaten. </p>
<p>Und nie bin ich so sehr davon überzeugt, dass mir keinerlei Hilfe zusteht, wie kurz danach, wenn der Druck weg und alles wieder gut ist. </p>
<p>Ich sollte lernen, erst gar keine Knoten entstehen zu lassen. Rechtzeitig Hilfe einzufordern. Aber wie mache ich das, wenn ich die meiste Zeit gar nicht merke, dass ich welche bräuchte? </p>
<p>Ach, das ist doch alles kacke. Ich hab Kopfschmerzen.</p>
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		<title>1.000 Gründe, warum ich Herrn Spektakel jedem anderen als Ehemann vorziehe (35)</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 20:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blasebalg</dc:creator>
				<category><![CDATA[1.000 Gründe]]></category>
		<category><![CDATA[Jähzorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil er mich immer wieder erträgt.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil er mich immer wieder erträgt.</p>
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		<title>Nummer 2</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 16:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blasebalg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jähzorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlass: doof (Küchenplanung)
Dauer: 1-2 Stunden
Duschtemperatur: heiß (kalt bringe ich noch nicht über mich)
Abreaktion durch: In-den-Wald-Rennen, Hyperventilation
Ergebnis: 3-Punkte-Plan und vermutlich eine Erkältung
Kollateralschäden: Muttern macht sich Sorgen
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlass: doof (Küchenplanung)<br />
Dauer: 1-2 Stunden<br />
Duschtemperatur: heiß (kalt bringe ich noch nicht über mich)<br />
Abreaktion durch: In-den-Wald-Rennen, Hyperventilation<br />
Ergebnis: 3-Punkte-Plan und vermutlich eine Erkältung<br />
Kollateralschäden: Muttern macht sich Sorgen</p>
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		<title>Weil ich sie selbst so schnell wieder verdränge.</title>
		<link>http://blaseblog.datensphaere.de/jahzorn/weil-ich-sie-selbst-so-schnell-wieder-verdrange/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jan 2008 14:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Blasebalg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Jähzorn]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute nachmittag. Nach einem kompletten Tag reichlich sinnbefreiter Daddelei und einem halben Tag Aufdemsofasitzenundlesen, wo die Zeit doch eigentlich sinnstiftend hätte verwendet werden können. Genug zu tun wäre ja. 
Wenn es vorbei ist, ist es ganz schnell vergessen, aber ich weiß, es kommt wieder, und weil ich nicht mal mehr weiß, wann das letzte Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute nachmittag. Nach einem kompletten Tag reichlich sinnbefreiter Daddelei und einem halben Tag Aufdemsofasitzenundlesen, wo die Zeit doch eigentlich sinnstiftend hätte verwendet werden können. Genug zu tun wäre ja. </p>
<p>Wenn es vorbei ist, ist es ganz schnell vergessen, aber ich weiß, es kommt wieder, und weil ich nicht mal mehr weiß, wann das letzte Mal war, bekommt das jetzt hier seine eigene Rubrik. </p>
<p>Heiße Dusche hat nichts geholfen, brühheiß, nächstes Mal sollte ich eiskalt versuchen, Energie aus dem System nehmen, vielleicht hilft das ja.<br />
Mehrere Topfpflanzen sind mit großem Getöse in der Grünmülltonne gelandet, ich bin mit einer kleinen Ohrfeige davongekommen, hatte aber Lust, barfuß wie ich war einmal ums Dorf zu rennen. Hätte ich vielleicht tun sollen.<br />
Dran glauben musste auch das Regal hinter der Tür, das habe ich auseinandergenommen. Ganz zahm, mit Schraubenzieher, und erst, nachdem ich sicherheitshalber fünf Minuten unter dem Kopfkissen gesteckt hatte, wilde Gedanken im Kopf, immer die gleichen, jedes Mal, über Fairness, Gerechtigkeit, Wut und die Unmöglichkeit, andere Menschen zu ändern; über die eigenen Fehler, darüber dass ich bei anderen genau das anklage, was ich bei mir selbst so hasse und darum um so weniger das Recht zu haben meine, diese Anklage zu führen, weshalb ich es dann auch nicht tue sondern lieber wüte. </p>
<p>Das Bedürfnis, mit dem Kopf geradewegs gegen die Wand zu hauen, nicht obwohl es weh tut, sondern weil, statt dessen das heiße Kopfkissen im Gesicht, den Puls auf 180, hechelnd. </p>
<p>Es lässt nach, wenn es vorbei ist. Ich habe noch nichts gefunden, was ich aktiv dagegen tun könnte. Durch hemmungsloses Rauslassen geht es auch nicht schneller vorbei, nur irgendwas kaputt, im Zweifel ich, schließlich hab ich jederzeit immer noch genug Vernunft im Leib, um keine dauerhaften Schäden am Mobiliar anzurichten. Obwohl ich kurz mit dem Gedanken gespielt hatte, den tönernen Blumentopf aus dem Fenster zu schmeißen. Das Fenster war zu.</p>
<p>Wenn ich wieder etwas runtergekühlt bin, folgt meist eine kurze Phase energischen Tuns. Kartons stapeln, das Regal auseinandernehmen, Altpapier wegschleppen in diesem Fall. </p>
<p>Ich muss aufhören zu reagieren. Mehr agieren. Den Bären nicht wieder in den Käfig sperren, sondern seine Kraft hier draußen nutzen. Das Recht habe ich. </p>
<p>Aufhören zu reagieren. Du auch. </p>
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