Dez 05

Die Tante in Amerika.

Tag: BefindlichkeitenBlasebalg @ 21:58

Es klingt kitschig, aber ich habe tatsächlich eine Tante in Amerika. Oder zumindest hatte ich die. Die Schwester meines Bruders hatte einen amerikanischen Soldaten geheiratet und ist mit ihm nach Amiland verschwunden. Virginia. Muss mal gucken, wo das genau liegt. Gerade bin ich beim Aufräumen über einen Umschlag mit alten Briefen gestolpert, irgendwann war zwischen den beiden der Kontakt wohl abgerissen. Aber ich habe einige Bilder von Cousins und Cousinen. Da sie einen recht ungewöhnlichen Nachnamen haben, dachte ich, ich google einfach mal. Und tatsächlich. Für den Namen meiner Tante habe ich einen Eintrag in einem Register gefunden, das Sterbefälle verzeichnet – offenbar ist sie 2001 gestorben. Schade. Ich hätte sie gerne kontaktiert. Aber ich bin dann auf die Suche nach den Cousins und Cousinen gegangen. Und fündig geworden. Ich hatte zwar bisher keinen Facebook-Account, aber jetzt habe ich mir einen angelegt, damit ich die gefundene Cousine kontaktieren kann. Ich bin mir jedenfalls recht sicher, dass sie es ist – einmal vom Namen her, dann wohnt sie auch immer noch in Virginia, und das Bild sieht dem Kinderbild, das ich her habe, verdammt ähnlich. Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, ob und was sie antwortet…

Nachtrag: Die Schwester habe ich auch auf Facebook gefunden und kontaktiert. Und der Eintrag aus dem Sterberegister für meine Tante ist tatsächlich der für meine Tante, jedenfalls stimmt auch das Geburtsdatum überein. Ich bin mir also ziemlich sicher, dass ich da tatsächlich Verwandtschaft aufgestöbert habe.

Finde ich sehr schön, denn von väterlicher Seite habe ich ansonsten keinerlei Familie (mehr).