Jan 28 2009

Ohrwürmer und andere Kalamitäten

Tag: Aktion der WocheBlasebalg @ 21:43

Kennen Sie das, wenn man ein Lied im Kopf hat, und es nicht wieder los wird? Bestimmt.
Ich summe heute den ganzen Tag schon den Titel “Hello, Dolly” stumm vor mich hin. Was liegt da näher, als die Inspiration für die Wochenaktion zu nutzen?

Bin mal gespannt, ob Ihnen dazu was einfällt. Die Themenpalette ist ja breit gespannt, vom Musical über Wiedersehensfreue bis hin zum Klonen…

Wer die Herausforderung liebt (Frau Blasebalg schielt zu Frau Ev), schreibt zu dieser Aktion ein mindestens 6-zeiliges Gedicht, in dem dieser Vers vorkommt:

“Wo man mäht, da käue ruhig wieder,
geklonte Schafe singen keine Lieder”

Wer die Herausforderung nicht ganz so dolle lieb hat, schreibt wie gewöhnlich ganz nach Gusto.
Einverstanden?


Jan 20 2009

Bye bye, again!

Tag: Aktion der WocheBlasebalg @ 22:37

Ich bin dann mal wieder weg, nächste Woche aber wieder im Lande. Darum gibt’s die Mittwochsaktion auch ein gutes Stündchen zu früh, aber das Thema von letzter Woche war ja eh nicht so der Renner, darum ist das bestimmt nicht schlimm.

Momentan verabschiede ich mich dauernd. Von Ihnen, wenn’s in den Urlaub geht. Von Urlaubsfreunden, wenn’s wieder nach Hause geht. Von Ihnen, wenn’s auf Fortbildung geht. Und kommenden Sonntag dann von Fortbildungskollegen, wenn’s wieder nach Hause geht. Darum steht mir der Sinn heute nach einer verabschiedenden (verabgeschiedenen? verabschiedungten?) Wochenaktion.

Soll ich Ihnen was verraten? Ich glaub, ich hab ein Stückchen von mir in England gelassen. So lang und nachhaltig hing mir noch kein Urlaub im Nacken. Bis heute habe ich das Gefühl, noch nicht wieder richtig hier zu sein. Wahrscheinlich hat der Wind im Dartmoor ein kleines Stückchen von mir verweht, und das geht da jetzt als Geist um. Aber wenn das so ist, ist es wenigstens in guter Gesellschaft, da wimmelt es nur so von Geistern und Spukgeschichtengestalten.

Meine Mitbringsel kann ich übrigens alle selbst behalten, da niemand auch nur ansatzweise auf der richtigen Spur war. Ich skizziere mal kurz, was mir durch den Kopf ging: Waffen einer Frau –> bewaffnete Frauen –> Amazonen –> Google Bildsuche –> Erkenntnis, dass eine Sorte Papageien auch Amazonen heißt –> Amazone als Bildhintergrund gewählt –> Rätsel gestellt und ins Fäustchen gelacht, dass es so schön schwer ist.

Eigentlich ganz einfach, oder? Hihi.
So. Jetzt muss ich dringend ins Bett, denn mein Zug fährt morgen früh um kurz vor 6. Ich gebe laut, wenn ich wieder da bin. Schüssing!


Jan 19 2009

Cornwall & Devon #2

Tag: Guck malBlasebalg @ 15:32


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In Exmouth blieben wir nur eine Nacht, aber unsere Gastgeber versorgten uns mit einem formidablen Frühstück und Lunchpaketen, so dass wir gestärkt und gut ausgeruht weiterreisen konnten. Mit dem Zug ging es zurück nach Exeter, wo wir in einen Zug nach Penzance umsteigen wollten. Das taten wir auch, aber erst, nachdem wir dort im Bahnhofscafé unsere Freundin S. trafen. Das ist insofern erwähnenswert, als dieses Treffen nicht geplant war und wir eigentlich vorgehabt hatten, S. später am Tag anzurufen und unser Kommen für zwei Tage später anzukündigen. Man muss vielleicht dazu sagen, dass die ganze Reise recht ungeplant und spontan verlief; wir wussten nur grob, dass wir auf jeden Fall bei S. und ihrem Mann T. reinschauen wollten. Aber ob und wie lange wir dort bleiben könnten, war noch völlig offen. Nun ja, als wir uns im Bahnhof über den Weg liefen, gab es erstmal ein großes Hallo, und dann die Ankündigung, dass wir die letzten vier Tage unserer Reise natürlich bei den beiden bleiben könnten. Wir wurden auch direkt für mehrere Freizeitaktivitäten eingeplant, die an dem Wochenende sowieso stattfanden, passte also alles wunderbar.

In Penzance stiegen wir im Camilla House ab. Herr Spektakel und Tante H. hatten dort vor Jahren schon einmal gewohnt und so von den netten Inhabern geschwärmt… naja, die Inhaber sind heute andere und der gesamte Stil des Hauses hat sich dramatisch verändert, aber ganz nett wars trotzdem. Vielleicht nicht so urig wie geplant, eher etwas auf edeldramatisch getrimmt (schwarze (!) Kronleuchter), aber mit guter Beratung was die örtlichen Futtermöglichkeiten angeht. Sehr lecker: The Turks Head, das älteste Pub am Platze mit a lot of history. Angeblich heißt es so, weil während der Kreuzzüge die Türken von Jerusalem aus die Gegend erobert haben sollen, woraufhin sie exkommuniziert wurden. Kommt mir spanisch vor, diese Story. Gingen die Kreuzzüge nicht in die andere Richtung? Und was juckte die Türken die Exkommunikation? Ganz verstanden habe ich das alles nicht, aber gemütlich ist die Kneipe allemal.

Ausflüge von Penzance aus: St. Ives (gute Anbindung mit dem Zug), Land’s End (die Landschaft wirkt genauso ungestüm, eindrucksvoll und furchteinflößend wie die Fahrt im Doppeldecker durch die engen Gässchen der Dörfer), sowie Spaziergänge durch Penzance selbst.

Übrigens gibt es dort den Laden Knit Wits, der über die größten Stricknadeln der Welt verfügt (mit denen sogar mal gestrickt wurde). Hab ich selbst gesehen, also die Nadeln, die hängen da an der Wand. Jawollja!

Und zum Abschluss noch ein paar Impressionen.



Jan 16 2009

Cornwall & Devon #1

Tag: Guck malBlasebalg @ 13:01


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Hätte ich mir diese Karte vor der Reise mal genauer angeschaut, hätte ich vielleicht einen etwas weniger umständlichen Anreiseweg gewählt. Aber gut, hinterher ist man immer schlauer, und die Flugbuchung geschah mehr oder weniger im Affekt. Ich werde dieses Jahr im Garten viel Grünzeug anpflanzen müssen, um unsere CO2-Bilanz zumindest ansatzweise wieder ins Lot zu bringen.

Los ging’s am 05. Januar nach Berlin. Die Fahrt war genau so, wie das Bild aussieht: Nieselig, kalt, dreckig, doof.
In Berlin hatten wir eine Übernachtung bei unserer Reise-Anstifterin (ich nenne sie mal Tante H., auch wenn sie mit keinem von uns wirklich verwandt ist). Am frühen Morgen des 06. Januar brachte uns dann easyJet von Schönefeld nach Gatwick. Ein ruhiger, angenehmer Flug, den ich größtenteils verschlafen habe. Ich stehe einfach nicht gern um halb 5 morgens auf. Das Wetter in England war eisig kalt, aber sonnig. Überhaupt hatten wir sehr großes Glück mit dem Wetter.

Angekommen in Gatwick ging’s in einer halben Stunde mit dem Gatwick Express nach London Victoria, einem der zahlreichen Kopfbahnhöfe Londons. Viel gesehen von London haben wir an diesem ersten Tag nicht, denn nach einem ersten englischen Frühstück, komplett mit Würstchen, Speck, Pilzen, Tomaten, Bohnen, Black Pudding und Tee, ging es mit einem Taxi direkt zum Bahnhof Paddington. Einen Bären habe ich dort nicht gesehen, aber man konnte zahllose Bären-Devotionalien kaufen. Taten wir nicht, statt dessen ein Ticket nach Exmouth. Dort quartierten wir uns bei Anne und Dave ein – sehr empfehlenswert!
Ein langer Strandspaziergang, auf dem Herr Spektakel endlich anfing zu fotografieren und ich Austernschalen sammelte, rundete den ersten Tag in England ab.


Jan 16 2009

Nachholbedarf

Tag: BefindlichkeitenBlasebalg @ 11:58

Soooo, dann wollen wir mal. Ich bin also wieder im Lande, und seit der gestrigen Kopfzurechtrückungssitzung mit meiner SM-Gruppe* fühle ich auch wieder etwas Energie zurückkommen. Nicht, dass ich in den letzten zehn Tagen keine gehabt hätte – so lebendig und glücklich wie in dieser Zeit war ich noch selten. Aber davon später mehr. Jetzt wird erstmal aufgearbeitet. Ich möchte Ihnen nämlich noch mein schönstes Weihnachtsgeschenk zeigen, und das kam von Frau Ev:

Ein echt originales prototypisches Fräulein Winter! Sie hat jetzt ihren Stammplatz auf meinem drittschönsten Weihnachtsgeschenk, einem formidablen Stehpult, das meine Mutter und ihr LEAG für mich geschreinert haben. Jetzt kann ich im Stehen schreiben und denken und dichten, meine Rückseite dankt!

Ja, und jetzt fehlt nur noch ein WLAN-Stöpsel für das zweitschönste Weihnachtsgeschenk, das ebenfalls auf dem Stehpult thront, ein gänzlich formidables Notebook, das ich mal so eben geschenkt bekommen habe. Einfach so. Klasse, oder?

Herzlichen Dank an Frau Ev und Frau P. V. aus H., die hier beide mitlesen, sowie meine Mutter und Herrn LEAG, die hier nicht mitlesen, aber sowieso schon wissen, dass ich mich freue.

Außerdem dankeschön an alle Mitmachenden bei den konservierten Wochenaktionen, alle, die hier ab und zu vorbeischauen und alle, denen mal dankeschön gesagt werden sollte.

Sie sehen schon, ich bin gerade ein fröhliches Kind. Und gleich geht’s weiter mit den ersten Urlaubsfotos…

*Nicht was Sie denken. Ganz egal, was Sie denken, das ist es nicht.


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