Mrz 23 2007
Tage wie dieser.
Mein Körper und mein Unterbewusstsein waren heute früh der Meinung, es sei schon Wochenende. Darum fanden Sie es auch nicht schlimm, mich zum Ausschalten des Weckers nicht aufzuwecken, sondern erledigten das gemeinsam ohne mich. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum ich heute verschlafen habe.
Verschlafen mag ich gar nicht. Hetz hetz, ich wollte eigentlich duschen und Haare waschen, war alles nicht drin, nur mal eben mit dem nassen Waschlappen durchs Gesicht, Haare in einen klebrigen Pferdeschwanz, fertig. Schnell anziehen, da liegen ja noch die Klamotten von gestern. Zu dumm, da hab ich mir ja gestern abend den Rotwein drübergeschüttet. Bäh. Was zieh ich denn an. Schnell irgendwas aus dem Schrank gerissen. Ist ja Freitag. Machen wir nen Casual Friday draus.
Ab ins Auto, vor 5 Minuten hätte ich eigentlich spätestens meine Karte durch die Stempeluhr ziehen müssen. Soll ich schwindeln und mit “Dienstgang” durchziehen? Dann würde mir die Zeit ab 8 Uhr gebucht, hehe. Oder wars 9? Egal, jedenfalls nicht zu spät.
Andererseits könnte irgendwann irgendwer fragen, was das denn für ein Dienstgang war. Hm. Also doch lieber einfach so durchziehen und in Kauf nehmen, dass irgendwann irgendwer fragt, warum ich 20 Minuten zu spät war. Egal. Sind eh nur noch ein paar Tage hier. Und wenn ich sonst schon mal ein paar Minuten zu spät war, hat das im letzten Jahr auch keinen interessiert.
Verdammt, warum hab ich jetzt diesen Laster vor mir, der mit 30 über die Landstraße tuckert? Natürlich das Teilstück, wo man nicht überholen kann. Na, jetzt ist es eh schon egal. 20 oder 25 Minuten zu spät macht auch keinen großen Unterschied mehr.
Endlich biegt er ab.
Das Schlimmste wars, sich von den Kollegen wegen des Verschlafens auslachen zu lassen. Ansonsten interessiert das hier doch eh keine Socke mehr, ob ich da bin oder nicht, und wann ich da bin oder warum. Die letzten Tage sind echt die schlimmsten.
Noch 9 und der Rest von heute.





